Tattersall Diener – Savignyplatz Berlin
If you visit one pub in Berlin make it the Tattersall des Westens in Charlottenburg. This pub has a 1950s air to it. It’s basic, simple and full of photos and I mean full of photos. The tattersall also serves basic German food. It’s just under the bridge at the trendy Savignyplatz. The pub was established by non other than the post-war boxing champion Franz Diener.
Tattersall Diener,
Grolmanstraße 47, 10623 Berlin.
The history in German
GESCHICHTE
Zum „Tattersall des Westens†(Tatersall bedeutet: Reithalle und Reitschule benannt nach dem englischen Pferdeauktionär Richard Tattersall) wird an der Grolmanstraße 47 ein Backsteingebäude für ein Casino und Gesellschafts-
räume erbaut. Die Räume befanden sich über dem heutigen Tresenraum der damals als Küche diente – der Speisenaufzug ist noch heute zu sehen.
Hier pausierte Kaiser Wilhelm II. mit seinen Kürassieren oder die Damen der Gesellschaft genehmigten sich nach dem Ausritt zur Erfrischung ein Gläschen Champagner…
Der Tattersall des Westens erstreckte sich von der Grolmanstraße bis zur
Uhlandstraße. In den S-Bahnbögen waren die Stallungen und eine Sattlerei (Ecke Uhlandstraße) untergebracht.
Der Reitbetrieb wird eingestellt, weil die Pferde an der „Front†gebraucht werden…
Im April brennt die Reithalle nach einem Bombenangriff ab, das Gebäude in der Grolmanstraße 47 mit dem „Restaurant zum Tattersall†bleibt verschont.
„Durchbruch†in die Grolmanstraße 46 zum ehemaligen „Cafe Grolmanâ€. Das Äußere hat sich bis heute unverändert erhalten.
Franz Diener (der ehemalige „Deutsche Meister im Schwergewichtâ€) über-
nimmt das Lokal, und gibt ihm einen neuen Namen: „Franz Dienerâ€. Sehr bald entwickelt sich der „DIENER†zu einer „Künstlerkneipeâ€. Der Grund dafür ist zum einen die Affinität vieler darstellender Künstler aus dieser Zeit zum Boxen, zum anderen das freundliche und herzliche Wesen Dieners und vor allem auch die berühmte und hausgemachte Leberwurst des gelernten Fleischers. Sowohl seine früheren Box-Gegner wie z.B. Breitenstetter, Samson Körner oder Paolino (genannt der „baskische Stierâ€) verkehrten im „DIENER†als auch damalige Berühmtheiten wie Ernst Deutsch, Georg Grosz oder die Berliner Stachelschweine. Joe Herbst von den „Stachel-
schweinen†gründete schließlich den „Stammtisch†zu dem bald darauf Leute wie Bob Biberti von den „Comoedian Harmonistsâ€, Hans Albers u.v.a.m. zählten.
Franz Diener stirbt im Alter von 65 Jahren.
Ein halbes Jahr nach seinem Tod übernehmen Lilo Wirthwein und Rolf Honold den „DIENERâ€. Die beiden haben die Tradition der „Künstler-kneipe†bis heute erhalten und vor allem auch die bereits 1954 entstandene „Bildergalerie†ständig erweitert. So zieren heute ca. 500 Künstlerportraits die patinabelegten Wände des Lokals.
Welche Schauspieler, Feuerschlucker, Seiltänzer und Zauberkünstler heut-zutage im „DIENER†verkehren und immer noch gern eine Leberwurst verzehren unterliegt dem „lokalen†Datenschutz…

